Inszeniertes Stadt macht satt – Essen in der Berliner Gemäldegalerie

20131005-Glaeser_1200 Dieses Essen wurde für die Berliner Gemäldegalerie im Rahmen der internationalen Sommerakademie „KlangKunstBühne“ vom 3.-5. Oktober 2013 entwickelte. Die Inszenierung verbindet kulinarisch-ästhetische Erfahrungen mit einem Einblick in unser gegenwärtiges Lebensmittelsystem. Im 2-tägigen Workshop an der Universität der Künste spürten die TeilnehmerInnen mit Anja Fiedler und Sabine Hilscher ungenutzte Lebensmittel auf: Sie entdeckten unbeachtete Lebensmittelschätze aus der Stadtnatur und erlebten den Lebensmittelüberfluss hinter den Kulissen der Supermarktauslagen. Dabei wurden Sinn und Unsinn unseres Lebensmittelsystems sichtbar, welches Verschwendung, manchmal geringere Auswahl und sogar Verschlechterung der Essensqualität zur Folge habt.
Alle Informationen, Beobachtungen und Erfahrungen wurden zusammengetragen, in Parametern erfasst und in Texte, Klänge sowie in ein farbliches 3-Gänge-Essen transformiert.
Als Grundmaterial dienten gesammelte Schraubgläser in verschiedenster Größe, die je nach Inszenierung verschiedene Assoziationen evozieren sollten: Transparenz, Konservierung, Ausstellungsvitrinen, Schaukästen, Durchsichten…
Neben den Kurztexten, EU-Lebensmittel-Gesetzen etc., fanden die über 60Besucher auch verschiedenste Handlungsanweisungen auf Ihren Gläsern, die zur Interaktion aufforderten, aber auch die Esschoreographie steuerte.
So erzeugten die Gäste der Essaktion kleine Klang- und Themengesprächsinseln zur Themtik und aßen sich mit den Gängen durch verschiedene Aspekte unseres gegenwärtiges Lebensmittelsystems.

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